Das Modell wurde nach der Vorlage einer real existierenden Floorball-Kelle angepasst in Autodesk AutoCAD konstruiert. Nach einer ersten Kontrolle und dem Wunsch den ersten Prototyp mittels Stereolithographie herzustellen, musste das Modell in zwei Teile geteilt werden, da der Bauraum des Formlabs Form 3 nicht die ausreichende Größe besitzt.


(Bilder 1-6)
Hierbei wurde die Form als sehr gut empfunden, allerdings ist das Resin von zu hoher Dichte, wodurch die Kelle als Sportgerät zu schwer wird. Zudem ist beim Versuch die Teile zu verbinden an mehreren Stellen Material ausgebrochen, da das Material zu spröd und zu starr ist (fehlende elastische Verformbarkeit).
(Bilder 7-8)
Daraufhin wurde das identische Modell in die Slicer-Software des Ultimaker S5 geladen und mittels FFF aus Polypropylen hergestellt. Um die Herstellung zu beschleunigen, wurde hierbei die Oberflächenqualität vernachlässigt und in der Einstellung “draft” mit 0,3mm Schichtdicke gewählt. Die Füllung des Modells beträgt 40%.

(Bilder 9-11)
Um die Eigenschaften des Modells noch etwas zu verbessern, wurde der Druck anschließend für 30 Minuten bei 80°C im Backofen getempert, wodurch die einzelnen Druckschichten eine wesentlich bessere Verbindung erhalten. Das nun merklich festere Modell wurde anschließend mit einer Heißluftpistole und 400°C heißer Luft behandelt, um die sehr raue Oberfläche noch etwas zu glätten. Zudem wurde die Aufnahme für den Schaft erwärmt und letzterer in die Kelle gesteckt.
(Bilder 12-13)
Um den Schläger nun zu vollenden, wurden zwei Holzleisten schräg zugesägt und an der unteren Hälfte des Schafts gegenüberliegend angeschraubt. Anschließend wurden die Leisten noch farblich passend lackiert. Wenn sich der Schläger im Spiel etabliert, ist eine Umsetzung der Leisten in etwas besserer Form und mit geringerem Gewicht ebenso wie die Kelle aus PP denkbar.
Nun folgen Tests mit dem fertigen Schläger.
(Bilder 14-15)
Nachtrag 1:
Nach dem Test im Training ist festzustellen, dass die Stabilität der Kelle durch das Tempern sehr stark ist. In der Geometrie der Unteren Strebe ist noch geringer Verbesserungsbedarf, um das Passen zu erleichtern. Die Verbreiterung des Schlägers soll in Zukunft auch aus dem 3D-Drucker kommen und somit optisch besser zu der Kelle passen. Außerdem kann man damit das Gewicht des Schlägers reduzieren.”
Das nachstehende Foto zeigt zudem ein Bild von mir mit dem Schläger, wie er erfolgreich genutzt wird.


vielen Dank für die aussagekräftige Beschreibung. Ich bin gespannt auf den Eignungstest. Viel Erfolg!