Blumenuntertopf

Additives Fertigen eines Blumenuntertopfes mit einem Durchmesser von 12cm und einer Höhe von 1,8cm. Die Wandung ist konisch. An der Außenfläche sind Gravuren mit einer Stärke von 1mm eingefügt.  Weiterhin sollten auf dem Rand des Blumentopfs „Ästchen“ herausragen welche einen Durchmesser von 1mm bis 2mm haben.

 

 

Bild 1: Inventorzeichnung

Die Schwierigkeit dieses Projektes lag darin, dass es an sich ein sehr voluminöser Aufbau ist, für welchen viel Material benötigt wird, aber durch die „Ästchen“ sehr feine Konstruktionsteile enthalten sind. Weiterhin ist es mit dem Durchmesser von 30cm ein relativ großes Bauteil, was die Platzierung im Bauraum schwierig gemacht hat.

Für den Druck wurde der Formlabs 3 gewählt. Das Bauteil wurde schräg im Bauraum platziert. Der Stützabstand musste 85% betragen um zu keiner Fehlermeldung zu führen. Die Schichtdicke war mit 50 µm die kleinste mögliche. Als Material wurde Tough gewählt. Der Druck dauerte etwas über 2 Tage, aber funktionierte ohne größere Probleme. Einige wenige „Ästchen“ sind beim Druck wahrscheinlich abgefallen, was aber nur beim Vergleich zwischen Zeichnung und gedruckten Produkt auffällt. Das auf der einen Seite an 2 „Ästchen“ angebrachte Herz ist dagegen sehr gut gelungen.

Bild 2: Blumenuntertopf nach dem additiven Fertigen mit allen Stützen

Die Aushärtung erfolgte bei 60°C für 60Minuten.

Bild 3: schwer entfernbare Stützen

Das Post Processing hat sich trotz einer recht geringen Dichte der Stützen, im Vergleich zu anderen Verfahren, trotzdem etwas schwierig herausgestellt. Die Strukturen auf der Rückseite ließen sich bis auf die unteren, die sehr dicht nebeneinander waren sehr gut entfernen. Das Problem waren die Stützen an den „Ästchen“ am oberen Teil des Blumenuntertopfes. Diese befanden sich sehr dicht aneinander wodurch es wahrscheinlich durch die Krafteinwirkung beim Durchtrennen der Stützen zum Bruch längere Ästchen gekommen ist. Der Vorteil an der Bauweise war jedoch das manche Stützen die nicht mit dem Boden, sondern nur dem Rand verbunden waren, dran gelassen werden konnten da diese genauso gut gewollt sein konnten.

Bild 4: Nach dem entfernen aller Stützstrukturen

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